Voraussetzungen

Therapeutische Kompetenz

Prüfungszulassung beim Gesundheitsamt

Obwohl es keinen vorgeschriebenen Ausbildungsweg gibt, sind die Anforderungen klar vorgegeben:
Du musst therapieren können, wenn Du die Erlaubnis bekommen willst.

Seit 2002 bie­ten wir die Vor­be­rei­tung auf die Prü­fung “Heil­prak­ti­ker für Psy­cho­the­ra­pie” beim Gesund­heits­amt Frei­burg an. Seit­dem haben wir weit über 200 Prüf­linge auf die­sem Weg beglei­tet und oft diese Fra­gen beant­wor­tet:
“Reicht meine Vor­bil­dung?”, “Was muss ich nach­wei­sen?”, “Was ist anner­kannt?”

Hier kommt die wich­tigste Ant­wort vor­weg:
es gibt kei­nen Aus­bil­dungs­ka­ta­log, in dem die Prü­fer nach­schauen – sie neh­men viel­mehr jeden Ein­zel­nen unter die Lupe und prü­fen: ist die­ser Mensch, wenn er the­ra­peu­tisch tätig ist, eine Gefahr für die Bevöl­ke­rung?

Ausbildung Systemaufstellungen

Erlaubnis wofür?

Zunächst ein­mal ist es wich­tig zu ver­ste­hen, dass die Über­prü­fung kei­nen staat­li­chen Abschluss dar­stellt.
Der Gesetz­ge­ber bie­tet mit der Behand­lungs­er­laub­nis “Heil­prak­ti­ker für Psy­cho­the­ra­pie” ledig­lich eine Art Unbe­denk­lich­keits­schein an, der v.a. aus­schließt, dass Du keine Gefahr für deine Pati­en­ten dar­stellst.

Dies wird in Frei­burg ganz rea­lis­tisch gese­hen und gerade bei der münd­li­chen Prü­fung wird höchs­tes Augen­merk auf die the­ra­peu­ti­schen Fähig­kei­ten gelegt.

Ausbildung Systemaufstellungen

In einer Über­prü­fung müs­sen wir unsere psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Kom­pe­tenz nach­wei­sen kön­nen.

Wir ver­glei­chen die HPP-Prü­fung gerne mit einer Füh­rer­schein-Prü­fung: da ich vom Tag des Bestehens “auf die Straße” gelas­sen werde (also sofort anfan­gen kann zu the­ra­pie­ren), sollte ich auch “schon fah­ren” (also eine voll­wer­tige The­ra­pie leis­ten) kön­nen.

So gese­hen steht die Über­prü­fung beim Gesund­heits­amt erst am Ende einer psy­cho­the­ra­peu­ti­schen Grund­aus­bil­dung.

Fakten:

Das Gesund­heits­amt des Regie­rungs­be­zirks Frei­burg (Land­rats­amt Breis­gau-Hoch­schwarz­wald) stellt alle gene­rel­len Infor­ma­tio­nen zu der Heil­pra­kit­ker­prü­fung Psy­cho­the­ra­pie auf sei­ner Web­site zur Ver­fü­gung.

Die gesetz­li­chen Vor­aus­set­zun­gen für eine Prü­fungs­zu­las­sung sind:

  • Alter über 25 Jahre
  • beruf­li­che Zuver­läs­sig­keit (Füh­rungs­zeug­nis)
  • aus­rei­chende geis­tige und kör­per­li­che Fähig­kei­ten (ärzt­li­ches Attest)
  • min­des­tens Haupt­schul­ab­schluss
  • Bestehen der Kennt­nis­über­prü­fung (schrift­lich und münd­lich) auf dem Gebiet der Psy­cho­the­ra­pie
  • die glaub­hafte Ver­si­che­rung, sich aus­schließ­lich auf dem Gebiet der Psy­cho­the­ra­pie zu betä­ti­gen.

In der Kennt­nis­über­prü­fung musst Du zei­gen, dass du:

  • psy­chi­sche Krank­heits­bil­der erken­nen kannst (Dia­gnos­tik),
  • psy­cho­the­ra­peu­tisch behan­deln kannst (aus­rei­chende Aus­bil­dung),
  • weißt, was du nicht behan­deln darfst.


Das Gesund­heits­amt gibt auch an, wie eine „aus­rei­chende Aus­bil­dung“ aus­se­hen sollte:

  • Die erlernte Psy­cho­the­ra­pie hat ein nach­voll­zieh­ba­res Erklä­rungs­mo­dell, mit dem die meis­ten psy­chi­sche Stö­run­gen behan­delt wer­den kön­nen.
  • Die Aus­bil­dungs­zeit sollte min­des­tens zwei Jah­ren umfas­sen
  • Es wurde Theo­rie (Wis­sen) und Pra­xis (Üben) ver­mit­telt.
  • Inner­halb der Aus­bil­dung konn­ten the­ra­peu­ti­sche Erfah­rung (unter Super­vi­sion) und Selbst­er­fah­rung (Eigen­the­ra­pie) gesam­melt wer­den.

Die Prüfung beim Gesundheitsamt

Um diese Erlaub­nis zu erhal­ten, prüft das Gesund­heits­amt ob “der Antrag­stel­ler keine Gefahr […] dar­stellt“; dies geschieht in einer schrift­li­chen und münd­li­chen Prü­fung, in der das Wis­sen über Dia­gno­sen und Behand­lun­gen psy­chi­scher Stö­run­gen abge­fragt wird.
Diese Über­prü­fung hat in den letz­ten Jah­ren an Anspruch zuge­nom­men und ist ohne eine gute und gezielte Vor­be­rei­tung nur schwer zu bestehen.

Der schrift­li­chen Teil der Prü­fung besteht aus 28 Mul­ti­ple-Choice-Fra­gen, die v.a. unser Wis­sen über Psy­cho­pa­tho­lo­gie, Recht und psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Ver­fah­ren abfragt.
Hier sol­len wir zei­gen, dass wir den “state of the art” im Gesund­heits­we­sen  ver­ste­hen und anwen­den kön­nen: ICD, Leit­li­nien der Psy­cho­the­ra­pie und Geset­ze­kunde.

 

der schriftliche Teil
eine Original-Prüfung zum Anschauen

der mündliche Teil
Prüfung-Protokoll einer Schülerin

Im münd­li­chen Prü­fungs­teil sol­len die Prüf­linge deut­lich machen, dass sie inner­halb des Gesund­heits­sys­tems ver­ant­wort­lich han­deln und sich fach­kun­dig posi­tio­nie­ren kön­nen.

Aus unse­rer 20-jäh­ri­gen Erfah­rung raten wir dazu, sich erst das Wis­sen für die schrift­li­che Prü­fung anzu­eig­nen und danach erst die Vor­be­rei­tung auf den münd­li­chen Teil zu begin­nen.
Die münd­li­che Prü­fung -bei der man sich ein­zeln drei Prü­fern prä­sen­tiert- braucht über das Wis­sen  hin­aus starke Ner­ven, eine gute Ver­wen­dung der psy­cho­the­ra­peu­ti­schen Spra­che und ein seriö­ses Selbst­ver­ständ­nis als The­ra­peu­tIn.

Wir legen Wert dar­auf, unsere Schü­ler auf beide Situa­tio­nen opti­mal vor­zu­be­rei­ten und ach­ten dar­auf, dass jeder Teil­neh­mer auch wirk­lich prü­fungs­fit wer­den kann.

der mündliche Teil
Prüfung-Protokoll einer Schülerin

für wei­tere Fra­gen:

TIPP:
Mit dem
The­ra­peu­ti­schen Kom­pe­tenz­trai­ning
bie­ten wir eine 2-jäh­rige Aus­bil­dung an, die nicht einer bestimm­ten Rich­tung ver­pflich­tet ist, son­dern das Wesent­li­che ver­mit­telt –  psy­cho­the­ra­pe­ti­sche Kom­pe­tenz
.

Unser Kurs
Heil­prak­ti­ker für Psy­cho­the­ra­pie
berei­tet Dich auf die bei­den Prü­fun­gen im Gesund­heits­amt vor.